Foto: Rathaus in Bad Schmiedeberg

Stadtgründung um 1350

Bad Schmiedeberg

Im Dreißigjährigen Krieg ging die Bausubstanz aus der Zeit der Stadtgründung um 1350 und der Renaissance durch Brandschatzung und Verwüstung verloren. Die spätgotische Hallenkirche von 1453 mit ihrem markanten weit sichtbaren Turm und das Rathaus von 1570 wurden mit barocken Elementen wieder aufgebaut. Auch das nördliche Stadttor, das „Au-Tor" (Tor zur Elbaue), ehemals Zeichen der Wehrhaftigkeit, entstand neu aus den Trümmern.

Seit dieser Zeit enthält das historische Gebäude ein Kleinod. Im Giebeldreieck über dem Zifferblatt der Großuhr wurde eine Monduhr eingebaut. Eine Kugel mit zwei unterschiedlichen Farbhälften, goldfarben für das Sichtbare des Mondes und dunkelblaugrün für das Nichtsicht-bare des Mondes, zeigen durch Linksdrehung um die eigene Achse die jeweilige aktuelle Mondphase an. Es ist kein Riesenwerk astronomischer Uhrenbaukunst, aber vermutlich einzigartig für ein Stadttor in Deutschland.

Kurviertel und Stadtzentrum liegen unmittelbar aneinander. Bei einem Spaziergang durch die Altstadt ist das alte flämische Straßenangerdorf ,Smedeberg' in seiner Struktur als Ackerbürgerstadt noch gut zu erkennen. Darin eingebettet ist eine historische und moderne Gastronomie, die dem Kurcharakter Rechnung trägt und auch die Ausflugsrestaurants in der Heide mit einschließt.